Abstract
In einem Schweinebestand (Rasse Buntes Schwein) wurden nach Ankauf eines neuen Ebers in mehreren Würfen Ferkel mit kongenitalen Kopfmissbildungen in Form von Meningocelen und Meningoencephalocelen beobachtet. In Zuchtversuchen mit diesen Tieren bzw. ihren Nachkommen konnten die Erkrankungen reproduziert werden. Bei der Paarung von Anlageträgern waren von 122 Ferkeln 28 missgebildet (23%), während bei Paarungen von Anlageträgern mit Merkmalsträgern unter 55 Nachkommen 13 missgebildete Ferkel (24%) beobachtet wurden. Die überlebensrate der defekten Ferkel lag unter 50%. Geschlecht, Jahreszeit und Karotingehalt des Futters übten keinen nachhaltigen Einfluss auf Häufigkeit oder Grad der Missbildung aus.
Durch die Zuchtversuche wurde die Erblichkeit der Meningocele bzw. Meningoencephalocele beim Bunten Schwein bewiesen, der Erbgang konnte jedoch nicht geklärt werden.
